Ich will Deine Freundin sein!

Kleine Tipps

Liebe/r Leser/in

Ich werde in diesem Bereich meine eigenen Erfahrungen hochladen und mögliche Lösungen aufschreiben, sodass, falls es Dir auch einmal etwa so ergehen würde, Du eventuell eine Idee hast, wie Du vorgehen musst und nicht in Tränen ausbrichst und zur Folge unter Depressionen und Angstzuständen leidest. (Falls Du noch nicht kündigen willst… )

Sollte es doch zu extremen und offensichtlichen Mobbingversuchen kommen, empfehle ich Dir immer zuerst den Dialog mit dem Chef zu suchen und gemeinsam mit ihm/ihr eine Lösung findest, oder eine externe Stelle um Hilfe oder Rat bittest.

 

Seit fast zweieinhalb Jahren arbeite ich bei der Firma X als Sachbearbeiterin Einkauf. Schon zu Beginn meiner Arbeitszeit wurde ich von meiner Vorgängerin, die mich zu dem Zeitpunkt noch eingeführt hat, gewarnt.

Das Arbeitssystem- und Klima hier im Geschäft seien chaotisch. Die Mitarbeiterinnen hätten Engelsgesichter doch seien die Büro-Tyranninnen.

Ach komm, wer glaubt das denn schon? Diese Zeilen sind mir damals durch den Kopf geschwirrt. Ich bin persönlich ein starker Charakter und lasse mich ungern „fertig“ machen. Das heisst, dass die Person vor mir nicht mit einem stillen Lämmchen rechnen darf.

Ich habe erwartet, dass sie vor mir stehen würden und mich von Angesicht zu Angesicht „fertig“ machen würden. Bisher war ich noch nie ein „Mobbingopfer“, deswegen habe ich auch keine genaue Vorstellung davon gehabt. Schliesslich liegt es in meiner Natur neue Freundschaften zu schliessen und den Geschäftsalltag so schön und angenehm wie möglich zu gestalten, sodass auch ich noch Freude an meiner Tätigkeit habe. Was ich nicht erwartet habe, sind die hinterhältigen Charakterzüge gewesen.

Sie lächeln einem ins Gesicht, sind so freundlich, dass es einem schon fast schlecht werden kann. Ja, selbst mir, die, die den Frieden und die Schönheit so sehr liebt! Und im nächsten Moment sitzt man im Büro des Chefs und wird angegangen, weshalb man etwas auf die „falsche Art und Weise“ gemacht hat. Ich bin noch heute der Auffassung, dass es korrekt gewesen ist, nur vielleicht nicht auf dieselbe „Art und Weise“, wie diese eine Mitarbeiterin es so gerne macht. Anstatt es mit mir direkt zu bereden, so als eine Büro-Mitarbeiterin zu Büro-Mitarbeiterin, hat sie mich direkt beim höchsten Chef „verpfiffen“. Und da geht es einem manchmal durch den Kopf, wer der eigentliche Geschäftsführer ist… Nun denn.

Dann lasst uns doch mal versuchen, wie wir uns gegen diese Art von Schikanen wehren können, vor allem, wenn der Chef doch so gut wie immer auf der Seite der Tyrannen ist.

Wir müssen einen klaren Kopf bewahren im Moment der Befragung. Uns kurz die Zeit nehmen und uns daran erinnern, worum es eigentlich genau geht und was genau wir damals gemacht haben. Es ist mir nicht unbekannt, dass es vielen oftmals sehr schwer fällt, sich an irgendeinen Prozess zu erinnern, der vielleicht mehrere Tage zurück liegt.

Es ist wichtig in diesem Moment so professionell wie möglich herüberzukommen, das heisst, dass wir ruhig sein müssen und auf keinen Fall aggressiv wirken. Das hinterlässt den Eindruck von: „Woah! Was ist denn das für eine Person! Kein Wunder, dass mein Lieblingsarbeiter Probleme mit der/die hat!“

Beim Erklären des Prozessablaufes ist es empfehlenswert, dass wir ganze Sätze reden und den logischen Ablauf erläutern, sodass auch ein Laie, so wie die Chefs zum Teil, es auch versteht.

Und wir müssen darauf achten, dass es auch der Wahrheit entspricht, ansonsten vergessen wir es im nächsten Moment und würden dann eine andere Lüge beim Nächsten Mal auftischen, was wir ja von Anfang an nicht wollen.

Ich bin mir bewusst, dass diese eine, mögliche Lösung hier etwas wie „Rede und Antwort“ stehen (für eine Kleinigkeit) ist. Aber es bleibt Neulingen oftmals gar keine andere Möglichkeit, als genau das zu tun. Schliesslich vertraut der Chef der/dem Neuen gar nicht so sehr, wie seinem „älteren“ Arbeitnehmer. Durch die professionelle Erscheinung wird sich das Stück für Stück ändern und der Chef wird auch Dir vertrauen.

Und das Wichtigste von allem: Bewahre die Ruhe, auch wenn Du der/dem Übeltäter/in gegenüberstehst. Sei immer freundlich, höflich und anständig.

(So arbeite ich nach wie vor hier, trotz vieler und eigenartiger Situationen, die ich später schildern werde. Und das Beste, ich verdiene, seit ich vor 2.5 Jahren hier angefangen habe, nun 400 CHF mehr. ;-) Jedoch kann ich es leider nicht garantieren, dass es überall genau so gut klappt, wie bei mir. Ich hoffe es aber! )

Viel Glück!

Liebe Grüsse

Medid

10.2.15 16:52

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